Tricks für Trompete - Die Höhe

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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon dunbia » Freitag 18. Mai 2018, 15:11

kaum schaltet sich Bixel ein.....

was zu erwarten und nicht zu vermeiden war.
sonniges entspanntes Wochenende, allerseits
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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon yogi » Freitag 18. Mai 2018, 19:47

Bixel hat geschrieben:Verdammt... dein Google ist besser als mein Google. :cry:
nein, mein Google ist länger :lol:
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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon trompeteinberlin » Freitag 18. Mai 2018, 22:17

Ich danke auch für die Anregungen. Obwohl mir diese Übung bzw. dieser Trick nicht neu sind,durch diesen Thread wurde ich wieder daran erinnert. Und ich frage mich, warum sich in dieser Situation nicht mal die Moderatoren einschalten können. Der User Alien stellt hier Teile seines Konzeptes ein, und offensichtlich scheint es eine gute Anregung für einige zu sein. Dann wird das Ganze wieder mutwillig zerstört. Ist das eine Privatfehde oder was? Vor allem aber ist es infantil und unprofessionell.
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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon Bixel » Samstag 19. Mai 2018, 10:46

Mein Querverweis auf den (dem Threadstifter offenbar nicht geläufigen) Begriff Breath Attack kam ungelegen?
Zurück zum Thema!
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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon dunbia » Samstag 19. Mai 2018, 11:54

mein Querverweis auf Deinen "Querverweis" erschien Dir als ungelegen gekommen?!
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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon Bixel » Samstag 19. Mai 2018, 13:38

dunbia hat geschrieben:mein Querverweis auf Deinen "Querverweis" erschien Dir als ungelegen gekommen?!

Nein.
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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon dizzychrizzy » Samstag 19. Mai 2018, 14:47

Breath attacks

Die mir bekannte Definition von „Breath Attacks“ entspricht nicht dem, das was Jim Galakti zeigt.

Bei Breath Attacks ist das komplette Setup in der endgültigen Spielposition für den angepeilten Ton. Dadurch, dass die Zunge aus der Gleichung genommen wird, wird das perfekte Setup auf indirekte Weise erarbeitet und im Gehirn programmiert. Denn durch (übergroßen) Einsatz der Zunge kann man auch bei nicht-optimalem Setup einen Ton produzieren - betrügt sich dabei aber quasi selbst. Und zahlt den Preis, indem der Anstoß des Tons zu hart und die Bandbreite der Artikulation eingeschränkt wird.

Von daher passt es für mich gut, dass er es nicht Breath Attack nennt.

Die Übung, die Jim Galakti demonstriert, dient dazu die Lippenöffnung so groß zu machen, wie es eben möglich ist. Dadurch wird ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu „High Notes“ aus dem Weg geräumt: das Verschließen der Lippen und dem im gleichen Zusammenhang zu nennenden Valsalva-Manöver.

Allerdings bevorzuge ich Breath Attacks sowie mit dem Kiefer ausgeführtes übertriebenes Vibrato um dieses Ziel zu erreichen. Für mich ist das effektiver (mit weniger Zeitaufwand zum Ziel). Aber jeder ist anders und vielleicht funktioniert das für den ein oder anderen so besser.

Trick

Sind „High Notes“ nun nur ein Trick oder nicht? Wäre es eine eher muskuläre Herausforderung, dann ist es verwunderlich, warum viele/die meisten Top Lead-Trompeter 50 Jahre und aufwärts sind. Bei Fußballern (eher athletisch) gelten Top-Spieler mit 30 Jahren schon als „Renter“. Ich kenne einen Lead-Trompeter, der seit Jahren nicht mehr im konventionellen Sinne geübt hat und trotzdem jeden Tag Weltklasse spielt.

„High Notes“ sind eher eine koordinative Angelegenheit. Es ist so ähnlich wie den Code eines Safes herauszufinden, damit die Tür aufgeht. Hat man den Code einmal gefunden, muss man nur daran arbeiten, ihn nicht wieder zu vergessen. Das Üben ist dann aber eher koordinativ als muskulaturbildend.

Natürlich brauchen hohe Töne Muskelkraft. Aber ich finde die Vorstellung „Hohe Töne sind nur ein Trick“ für die Organisation des eigenen Übealltags sehr nützlich.

Das wahre Geheimnis

Jim Galakti verrät das wahre Geheimnis des oberen Registers ohne verbal darauf hinzuweisen. Da man seinen Oberkörper gut sehen kann, sieht man auch die Atmung sehr gut. Und da ist alles zu sehen, was man braucht, um in Richtung Höhe voranzukommen. Das sieht einfach super aus. Und das ist auch schon 80% des gesuchten Codes...
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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon Cavaillé » Samstag 19. Mai 2018, 16:48

Auch in meiner Wahrnehmung ist es das komplette korrekte Setup, das zum Ziel führt. Leider hat aber jeder andere, individuell sehr unterschiedliche Probleme und Baustellen, so dass bestimmte Methoden, die der eine als genial empfindet, z.B. Caruso beim anderen z.B. mir zu einem nicht mehr funktionierenden Betonansatz führen.
In meiner Wahrnehmung und Erfahrung hat das Thema physische und psychische Komponenten (wie eigentlich fast alle Themen im Leben :mrgreen: ).

1.) Physisch: war bei mir extrem wichtig, tatsächlich einen Ansatz für alle Register zu entwickeln, mit Übereinanderstand der unteren und oberen Zahnreihe. Das hieß bei mir mit stabilem Kinn zu spielen und darauf zu achten, dass bei zunehmender Höhe das Instrument nicht anfing, nach unten zu zeigen. Geholfen haben mir dabei v.a. leadpipe buzzing (Bill Adam https://www.trompetenforum.de/TF/viewtopic.php?f=29&t=31825, whisper tones und pooh attacks http://sarah-willis.com/episodes/chris-martin/. Sehr schöne Übungen zum Verbinden der Register finden sich in der Schule von Pierre Thibaud und natürlich auch bei Schlossberg Nr. 47 und 48.
Ein weiteres physisches Thema war die Atmung, die u.a. nach meiner Meinung sehr am Apoggio der Sänger orientiert sein sollte, sehr interessant dazu https://www.trumpetherald.com/forum/viewtopic.php?p=207379&sid=a9512e7edaf7e0fb5aae5d3d582744dc und wer mag, es gibt auf YouTube unzählige Meisterklassen von Joyce DiDonato und Thomas Hampson, schon unglaublich interessant, wie die mit den jungen Leuten arbeiten...

2.) Psychisch
Aber ich finde die Vorstellung „Hohe Töne sind nur ein Trick“ für die Organisation des eigenen Übealltags sehr nützlich.

Genau so habe ich das auch gesehen. Bei mir war es eher die Alexander-Technik, die mich dazu gebracht hat, dass ich die hohen Töne "zulassen und erlauben" kann, oder dass sie aus den tiefen Tönen entstehen und schon auf dem Instrument drauf sind. So konnte ich Spannung und Festigkeit v.a. in Lippen, Hals und Schultern abbauen, sozusagen vom "blow" zum "flow" kommen, oder um mit Alexander zu sprechen "wenn wir das Falsche unterlassen, geschieht das Richtige von ganz allein". Es ist alles sanglicher und dichter geworden, es geht einfach alles viel leichter.
Erlebe das Trompeten als viel freier, weil ich nicht mehr von einem Kompensationsmechanismus in den anderen falle :D

Mit besten Grüßen, Thomas
The trumpet is steadfast and loyal. It makes us grow up, in order to Play. John Daniel
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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon Justus. » Samstag 19. Mai 2018, 19:56

dizzychrizzy hat geschrieben:Die Übung, die Jim Galakti demonstriert, dient dazu die Lippenöffnung so groß zu machen, wie es eben möglich ist. Dadurch wird ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu „High Notes“ aus dem Weg geräumt: das Verschließen der Lippen und dem im gleichen Zusammenhang zu nennenden Valsalva-Manöver.


Die Lippenöffnung "so groß wie möglich zu machen", um High Notes zu spielen, halte ich für kontraproduktiv. Es spricht überhaupt nichts gegen (nahezu) geschlossene Lippen, solange diese nicht aufeinander pressen.

dizzychrizzy hat geschrieben:Jim Galakti verrät das wahre Geheimnis des oberen Registers ohne verbal darauf hinzuweisen. Da man seinen Oberkörper gut sehen kann, sieht man auch die Atmung sehr gut. Und da ist alles zu sehen, was man braucht, um in Richtung Höhe voranzukommen. Das sieht einfach super aus. Und das ist auch schon 80% des gesuchten Codes...


Halte ich ebenfalls für Blödsinn, wie man mit folgendem Beispiel gut illustrieren kann: Jeder ist, ohne extra einatmen zu müssen, intuitiv in der Lage, spontan (z.B.) einen lauten Schrei von sich zu geben. Was die Aktivität der Bauchmuskulatur betrifft, ist das hohen Tönen auf der Trompete sogar relativ ähnlich. Auch eine vermeintlich falsche Haltung ändert an dieser Fähigkeit nur wenig.

Bottom Line: Für den Schrei ist die Manipulation der Stimmbänder entscheidend, der Druck durch die Bauchmuskulatur kommt dann automatisch. Analog kommt es bei der Trompete primär darauf an, den Widerstand an der Lippenöffnung zu steuern, was natürlich auf verschiedenen Wegen funktioniert. Hat man diesen Widerstand auf effiziente Weise (also so, dass der Luftstrom möglichst direkt auf die Lippenöffnung trifft) aufgebaut, ist die gefühlte Kompression durch Bauchmuskel-Aktivität auch hier nur reaktiv (passiert automatisch) und nicht ursächlich für die gespielte Tonhöhe.
Eine relaxte Atmung und die Vermeidung von Overbreathing sind m.E. trotzdem wichtig, aber bei weitem nicht so kriegsentscheidend wie dizzychrizzy oben suggeriert.

PS: Trotzdem sehr schön, zu sehen, dass hier (auch dank der Anregungen von Jim) mal wieder über das Thema High Notes diskutiert wird. :gut:
Zuletzt geändert von Justus. am Samstag 19. Mai 2018, 21:19, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Tricks für Trompete - Die Höhe

Beitragvon Alien » Samstag 19. Mai 2018, 21:05

Danke für Eure Posts, Leute!
Das ist enorm interessant darüber zu philosophieren.
Den Tick 1 hat mir Bart van Leer ( pousaune) gegeben. ob das richtig ist oder falsch ist jedem selbst überlassen.
Den Trick 2 in Eine Erfindung. Durch vorhören und Practice;)
Zu verstehen wie das läuft, um Körper richtig beizubringen, ist natürlich wichtig ...
( beim Erwachsenen Mensch...ein Kind würde durch begeisterung weiter kommen)
Es gibt unzählige wege zu Erfolg. Ich bin der Diener der Musik, war Ansage von Dem Bart als er mir das gezeigt hat.
Ich poste bald die weitere Tricks , Hoffe da findet einer oder anderer was für sich, VG Jim
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