Yamaha YTR 4335 GSII

Welches sind die besten ?

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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Fama » Dienstag 11. Juli 2017, 18:36

Bixel hat geschrieben:
Fama hat geschrieben:Für mich spielen sich viele Perinettrompeten "leichter" im Sinne der Ansprache und viele auch beim freien Blasgefühl im hohen Register.
Eine Drehventilerin braucht viel Engagement und Training, aber es zahlt sich aus.

Du meinst: Ohne Drehventilerin nix deutsche Orchesterkohle? Oder wie?


Ganz so einfach mache ich mir das nicht.
Aber die großen Romantiker werden sogar in Chicago oder Pittsburgh mittlerweile auf der DV gespielt.
Aber ich habe dafür auch schon Pumpen bei den Wr. Philharmonikern gesehen, franz. Literatur beispielsweise.
Dafür haben sie Star Wars auf den Drehventilern gespielt und lustiger Weise gerade aus Übersee interessante Kommentare*
dafür erhalten.

Dobs: Mir ist es ehrlich gesagt egal ob Bach oder irgend ein Hersteller in Indien rote oder schwarze Zahlen schreibt.

*:
- Of course they sound fantastic :) it's the best orchestra on this planet by far
- You don't try to out-do the Viennese when it comes to orchestras...
-The brass is SOOO GOOD!!! Having VPO playing this is even more powerful than original soundtrack in my opinion.
-Best version I've heard so far....

usw
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Fama » Dienstag 11. Juli 2017, 19:10

Nachsatz, denn es ging ja um die Yamaha.

Ich schrieb an anderer Stelle schon wie mich die chinesische (Danke nochmal Wolfram) 3535er Yam beeindruckt hat.
OK, im hohen Register geht sie nun nicht leichter als meine Lechner Drehventilerin, aber auch nicht stärker, und das ist ja schon mal eine Ansage.
Deshalb interessiert mich die 4335 GSII noch mehr. Kostet ja auch nur unerheblich mehr.

(Ich kann sie derzeit eventuell sogar vor meinem Augenstern rechtfertigen, denn unser Jüngster beginnt bald mit Trompete,
und gerade für junge Bläser empfinde ich Pumpen besser von der Handhabe her)

Aus dem Gedächtnis jedenfalls gefiel mir die 3535 besser als so manches Vintage Teil mit "Tempered Bell", Mt. Vernon Bach Strad., usw.

Eine Pumpe, welche einem Bekannten gehörte, hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen:
Das war eine Besson, leider weiß ich den Namen oder das Modell nicht mehr, aber so etwas offenes habe ich nicht gedacht dass es überhaupt gibt,
bei dennoch vorhandener Rastung der Töne.
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon blechfan » Dienstag 11. Juli 2017, 20:32

Fama hat geschrieben:Ich schrieb an anderer Stelle schon wie mich die chinesische (Danke nochmal Wolfram) 3535er Yam beeindruckt hat.

Fama hat geschrieben:Aus dem Gedächtnis jedenfalls gefiel mir die 3535 besser als ...

Ist das nur ein "Verschreiber" (statt 3335) oder gibt es tatsächlich eine 3535 ?
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Dobs » Dienstag 11. Juli 2017, 21:12

Fama hat geschrieben:Dobs: Mir ist es ehrlich gesagt egal ob Bach oder irgend ein Hersteller in Indien rote oder schwarze Zahlen schreibt.


Deine Gleichgültigkeit beruht vermutlich auf Gegenseitigkeit. Ich habe nur versucht eine Erklärung dafür anzubieten, warum sich möglicherweise vergleichsweise weniger Drehventil-Trompeten aus Serienproduktion am Markt etablieren konnten. Darüber hinaus liegen mir die Verkaufszahlen von Bach und Yamaha ebenfalls nicht am Herzen.

Deine übrigen mit launigen anekdotischen (Nicht-)Beweisen garnierten Ausführungen fallen größtenteils in den Bereich der Psychoakustik - insoweit Du damit auf die Überlegenheit der einen gegenüber der anderen Trompetenbauart hinweisen wolltest - und vernachlässigen zudem den überproportional großen Einfluss des Spielers auf die Ausgestaltung des Tons. Aber ich kann nachvollziehen, daß man sich von der Vorstellung, daß eine Drehventiltrompete einen absolut einzigartigen und jederzeit von einer Perinett-Trompete durch den Zuhörer unterscheidbaren Ton erzeugt, nur schwer trennen kann, wenn man mit dieser Vorstellung musikalisch aufgewachsen ist und sie Teil der persönlichen Identität geworden ist.

Ansonsten gilt: Jeder möge die Trompete spielen, auf der er sich wohlfühlt, ob mit Dreh- oder Perinett-Ventilen. Die Vorstellung auf einem exklusiven persönlich angefertigten Meister-Instrument zu spielen, hat darauf sicher einen Einfluss. Und das ist auch völlig in Ordnung. Am Ende geht es uns doch nur darum, Trompete spielen und Freude dabei empfinden und das bleibt ein höchst subjektives Erlebnis.
"Musik und Bier sind Themen, die traditionell sehr eng miteinander verbunden sind." - Sch.-Hausbrandt (Herri Bier)
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Bixel » Dienstag 11. Juli 2017, 21:42

Fama hat geschrieben:Für mich spielen sich viele Perinettrompeten "leichter" im Sinne der Ansprache und viele auch beim freien Blasgefühl im hohen Register.

Ich kenne mich mit Drehventil-Trompeten nicht aus, weil meine - an einer Hand abzuzählenden - DV-Gehversuche (auf hochwertigen Exemplaren) mir keinen Appetit auf mehr machten und weil mein Umfeld mir den Besitz/Gebrauch von Drehventilern dankenswerterweise auch nicht abverlangt.

Da ich darüber hinaus zu unsensibel bin, als Rezipient Perinet und DV unterscheiden zu können, werde ich das Thema Drehventiler aktiv wohl nicht weiter verfolgen.

Ich ermutige jedoch entsprechend veranlagte Kolleginnen und Kollegen, weder Kosten noch Mühen zu scheuen, um sicher ausschließen zu können, dass unerfreuliche musikalische Leistungen auf minderwertiges Material zurückzuführen sein könnten.

Das Spielen auf dem "Trauminstrument" verleiht bekanntlich Flügel, weil das Trompetenspiel nun einmal überwiegend im Kopf stattfindet.
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Fama » Mittwoch 12. Juli 2017, 05:31

blechfan hat geschrieben:
Fama hat geschrieben:Ich schrieb an anderer Stelle schon wie mich die chinesische (Danke nochmal Wolfram) 3535er Yam beeindruckt hat.

Fama hat geschrieben:Aus dem Gedächtnis jedenfalls gefiel mir die 3535 besser als ...

Ist das nur ein "Verschreiber" (statt 3335) oder gibt es tatsächlich eine 3535 ?


Verschreiber, sorry.
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Fama » Mittwoch 12. Juli 2017, 05:45

Dobs hat geschrieben:Deine übrigen mit launigen anekdotischen (Nicht-)Beweisen garnierten Ausführungen fallen größtenteils in den Bereich der Psychoakustik - insoweit Du damit auf die Überlegenheit der einen gegenüber der anderen Trompetenbauart hinweisen wolltest - und vernachlässigen zudem den überproportional großen Einfluss des Spielers auf die Ausgestaltung des Tons.


Du kannst weiterhin wie die letzten Jahre geflissentlich ganze Textpassagen (in diesem Fall über meine Pumpenerfahrungen) überlesen.
Von einer "Überlegenheit" der DV versus Perinet habe ich nicht geschrieben, lediglich von klanglichen Unterschieden, welche auch Leute welche sich beruflich
damit beschäftigen festgestellt haben.
Das Recht "launiger Kommentare" behalte ich mir vor, Einmalpostings und Einmalanfragen wie sie die letzen Jahre vermehrt vorkommen tragen weniger zu einem lebendigen Forum bei.
Und "Beweise" muss ich dir nicht liefern, der ewige Ruf danach mag deinem Beruf geschuldet sein, aber ich sitze hier nicht vor Gericht.
Zuletzt geändert von Fama am Mittwoch 12. Juli 2017, 06:31, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Fama » Mittwoch 12. Juli 2017, 05:55

Bixel hat geschrieben:Ich ermutige jedoch entsprechend veranlagte Kolleginnen und Kollegen, weder Kosten noch Mühen zu scheuen, um sicher ausschließen zu können, dass unerfreuliche musikalische Leistungen auf minderwertiges
Material zurückzuführen sein könnten.

Das Spielen auf dem "Trauminstrument" verleiht bekanntlich Flügel, weil das Trompetenspiel nun einmal überwiegend im Kopf stattfindet.


:Banana: :Banana: :Banana:

Was bin ich froh dass ich mir jüngst ein Yamaha Flügelhorn ausgelesen habe, welches gegen 3 wesentlich hochpreisigere Modelle aus Meisterhand bestehen konnte.
Das ließ mich nicht nur Geld sparen welches ich nun im Urlaub verprassen kann, nein, ich dreh' den Spieß um und denke mir "schau, ich kann auch auf einem Regalinstrument spielen!" :mrgreen:
Hoffentlich erleide ich keine Misserfolge, denn sonst wird mich das imaginäre Damoklesschwert des hochpreisigen Meisterinstruments bis in den unruhigen Schlaf begleiten. :cracy:
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Bixel » Mittwoch 12. Juli 2017, 07:24

Fama hat geschrieben:Von einer "Überlegenheit" der DV versus Perinet habe ich nicht geschrieben, lediglich von klanglichen Unterschieden, welche auch Leute welche sich beruflich damit beschäftigen festgestellt haben.

Ich beneide jede und jeden um die Sensibilität, Perinet und DV überzufällig treffsicher an ihrem jeweiligen Klang (aus der Perspektive des/der Rezipierenden) unterscheiden zu können.
Leider weigert sich jene Fraktion bislang offenbar kollektiv, an Blindtests teilzunehmen, die diese Fähigkeit dokumentieren könnten.
Die mir bislang bekannt gewordenen diesbezüglichen Untersuchungen liefern infolgedessen bedauerlicherweise falsche Ergebnisse, die zur Folge haben, dass "Ungläubige" die Investition in die DV-Gattung für verzichtbaren Luxus und für allenfalls mit Traditionalismus begründbar halten.
Immerhin kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, dass DV ein sich von Perinets unterscheidendes (allerdings nicht angenehmeres) Spielgefühl vermitteln.
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon monke89 » Mittwoch 12. Juli 2017, 07:59

Ich kann teilweise die Aussagen von Fama unterstreichen.
Es ist nun mal der Normalfall das Du als Musikstudent (Klassik) hier in Deutschland mit einer Drehventiltrompete studierst. Es mag Ausnahmen geben aber ich würde diese Aussage zu 90% unterstreichen.
In vielen Fällen ist es unabwendbar auf einer Pump zu spielen, weil es dies nicht in der Bauweise als Drehventil gibt oder vom Stil anders nicht funktioniert. Jeder Jazzer wird eine Pumpventiltrompete bevorzugen.
Im großen Orchester, hier im deutschsprachigen Raum, wird die Klassik auf Drehventiltrompete gespielt, klar mag es Ausnahmen wie beispielsweise Gershwin oder Französischen Stücken geben welche dann mit Cornett gespielt werden.´
Ich persönlich habe ein Klangideal, welches ich verfolge und auch gelehrt bekommen habe und dieses verfolge ich. Diesen Klang erreiche ich meiner Meinung nach auf der Bb oder C nur mit einer Drehventil. Das mag meine Persönliche Meinung sein. Aber jetzt als Beispiel: Hör die mal 2. Mahler von den Berliner Philharmonikern an und vergleiche diese mit einer Aufnahme aus Amerika. Du wirst gewaltige unterschiede erleben. Dies ist auch der Grund warum immer mehr Amerikanische Orchester für solche Literatur auf Drehventiltrompeten umsteigen, einfach weil es anders klanglich kaum so zu erreichen ist. Dobs hier bin ich auf deinen Bericht gespannt.
Für mich ist derzeit selbst in sinfonischen Blasorchestern der Trend zur Drehventiltrompete erkennbar, egal ob Profiorchester oder Laienorchester.

Jeder ist selbst für sein fortschreiten verantwortlich. Und eine Pauschalaussage hierüber zu treffen verbiete ich mir. :narr:
Ich wage zu behaupten ein klassischer Trompeter wird für die Literatur eine Drehventiltrompete bevorzugen, einer der im Jazzbereich zu Hause ist eine Pumpventil.
Heißt nicht das ein klassischer Trompeter für spezielle Literatur zu einer Pump Eb oder Piccolo greift...

So das Feuer ist eröffnet :) :huepf:
Bb Monke Drehventil
Bb Schagerl Europa
Bb Stomvi Elite
Bb/A Schilke P5-4
C-Carol Brass 4000
Eb/D B&S 3116/2-S
und und und
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Blas! » Mittwoch 12. Juli 2017, 09:16

Jo is denn heut scho wieder Sommerloch?

:cracy:
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Schalter Wolz » Mittwoch 12. Juli 2017, 11:31

Hi Leutle,

hier mal meine bescheidenen Erfahrungen.

Ich denke schon, dass die Nachfrage an DV merklich gestiegen ist.
Nicht umsonst schwappt soviel Chinaschrott an DV rüber.
Kanstul und Stomvi haben plötzlich auch DV im Programm.
Und wie man ja weiß hat selbst Bach mal einen kläglichen Versuch gestartet.

Zum Thema Blindtest kann ich dir Bixel meine persönliche Erfahrung widerspiegeln.

Bei unserem diesjährigen Konzert habe ich das Solo aus "American Elegy" "unsichtbar" aus dem Eingangsbereich der Kirche gespielt.
Habe in der Generalprobe das Stück einmal mit DV und mit Pumpe gespielt.

Unser Dirigent und eine Großzahl der Musiker hat sehr wohl einen klanglichen Unterschied feststellen können.
Wurde beides mit dem gleichen Mundstück gespielt.

lg

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Baumann "professionell 1135" Bb
Getzen "Capri" roh
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Bixel » Montag 17. Juli 2017, 07:51

Schalter Wolz hat geschrieben:Zum Thema Blindtest kann ich dir Bixel meine persönliche Erfahrung widerspiegeln.

Bei unserem diesjährigen Konzert habe ich das Solo aus "American Elegy" "unsichtbar" aus dem Eingangsbereich der Kirche gespielt.
Habe in der Generalprobe das Stück einmal mit DV und mit Pumpe gespielt.

Unser Dirigent und eine Großzahl der Musiker hat sehr wohl einen klanglichen Unterschied feststellen können.
Wurde beides mit dem gleichen Mundstück gespielt.

Dass eine Getzen Capri sich klanglich von einer Baumann Professional unterscheidet, will ich gerne glauben.
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Evolution » Montag 17. Juli 2017, 21:50

Falls es auch noch um die 4335G II geht: die hatte ich mal und sie spielte sehr gut. Ohne Einschränkungen. Die Ansprache war gut. Der Klang auch. Die Verarbeitung war auch bei Chinaherstellung tadellos. Die Langlebigkeit habe ich nicht getestet. Unterschied zu höherwertigem Material würde ich in der Resonanz sehen: ein handgehämmerter Becher resoniert mit Charakter und Nachhaltigkeit. Bei der 4335 hatte ich das Gefühl, dass der Klang nur von der Luft und nicht von der Qualität des Bechers getragen wird. Dadurch ist es etwas anstrengender, weil der Klang nicht so nachklingt, sondern ohne Luft direkt stoppt. Ging mir auch bei anderen Fabriktrompeten so. Man muss halt dann mit der Lift sauberer drauf bleiben, damit es nicht trocken klingt. Hab damit einige gute Gigs gespielt. Ging gut, aber war nicht ganz so locker wie mit gehämmerten Geräten.
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Re: Yamaha YTR 4335 GSII

Beitragvon Fama » Dienstag 18. Juli 2017, 10:20

Was meinst du mit (hand)gehämmerten Trompetenschallstücken?
Ich kenne nur einen Hersteller welcher dies offensichtlich macht, nennt sich "Patenthämmerung".
Hat sich bei anderen Anbietern ofenbar nicht etabliert.
Oder meinst du das "Denkeln" = klopfen des Materials und das Feilen bei einem handgearbeiteten Schallstück,
welches in Blei gebogen wurde um die Biegefalten auszuklopfen?

Deine Einschätzung mit dem "trocken klingen" bzw. kaum nachschwingen kann ich teilen.
Keine Ahnung wie mein Yamaha 436 Flgh industriell hergestellt wurde, vielleicht durch Hydroformen des Schallstücks bis zum
(stumpf) angelöteten Becher, jedenfalls ist die Materialstärke bei industriell hergestellten Blechblasinstrumenten höher, man könnte auch "steifer" sagen.
Dafür setzen sie sich gut durch im Sinne der Projektion.

Ich habe meinem Flgh nun eine Tieftemperaturbehandlung* angedeihen lassen, und auch wenn mich hier nun einige als Esotheriker abstempeln:
Das Instrument hat sich sehr zum Positiven verändert.
Man hört nun auch dass das Schallstück freier schwingt und heller klingt wenn man es mit dem Finger am Rand anschnippt.
Zuvor war es ein "klonk", jetzt macht es "ding".

*: ist mein berufliches Fachgebiet, ich habe schon vor 25 Jahren Stähle tieftemperaturbehandelt - mit wesentlichen Veränderungen im Mikrogefüge.
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